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86. Radikale Nicht-Dualität

Autorenbild: MikUP101
MikUP101
26. Sept.
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 9. Okt.

Texte zur Phänomenologie der Wahrnehmung

Zur Struktur der Texte


Die Arbeit an diesen Texten folgt keinem Lehrplan und keinem weltanschaulichen System. Was sich in ihnen vollzieht, ist das bloße Freilegen der Wahrnehmung vor jeder gedanklichen Interpretation.


Im Zentrum steht das konsequente Abtragen aller Konzepte, die sich nachträglich über das direkte Erleben legen. Wo immer Begriffe wie Entwicklung, Sinn, Lektion oder Handlungsträgerschaft auftauchen, zeigt sich der Versuch eines konstruierten Akteurs, das Erscheinen sowie die Erscheinung an sich zu erklären und zu steuern.


Diese Ausführungen verweigern dem Verstand jede metaphysische oder rationale Krücke – sei sie aus der Esoterik, der Physik oder der Wissenschaft..

Ausgangspunkt ist die schlichte Evidenz dessen, was erscheint – frei von der Verpflichtung zu Veränderung, Optimierung oder Werden.


Jedes Konzept von Trennung, Schuld, Urteil und Isolation fällt an seiner Wurzel in sich zusammen, sobald sichtbar wird, dass der vermeintliche Beobachter kein getrennter Betrachter ist, sondern selbst Teil des Erscheinenden.


Die Trennung von Begriffen durch den Trennstrich – wie in Ur-Teil (das primäre Spalten), Vor-Wurf (das Gegenüberstellen einer Form) oder Ent-stehen (das In-Bewegung-Kommen aus der Ruhe) – dient als einfacher Hinweis auf das, was im Wort selbst bereits angelegt ist. Ohne komplexe etymologische Ableitungen wird so die Architektur der Wahrnehmung direkt in der Alltagssprache greifbar.


Das Absolute bleibt von allen Erscheinungen gänzlich inaktiv und unberührt; das Spiel der Formen ist keine Lektion und kein Prozess, sondern die bloße Natur des Erscheinens.


Diese Texte bieten keine Lehre an.

Sie sind das schlichte Aufscheinen einer Evidenz, die vollkommen auf sich selbst steht.


MiKUP101




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