01. Bewusstsein und das Absolute

Aktualisiert: vor 7 Tagen
Das Bewusstsein – das "Feld", in dem alle Ideen, Konzepte und auch das Empfinden der eigenen Person erscheinen – ist selbst nur eine Vorstellung.
Einzig das unmanifestierte Absolute ist.
Doch ganz egal, was über das Absolute gedacht, gesagt oder gefühlt wird:
Es bleibt stets ein Bild, eine Vorstellung, ein Konstrukt.
Selbst die Aussage, dass einzig das Absolute sei, ist bereits ein Konstrukt.
Vorstellungen geschehen im gegenwärtigen Augenblick, bis das Bewusstsein, das sie trägt, in sich selbst ruht.
In diesem punktlosen Punkt lösen sich Anfang und Ende auf; die Trennung erlischt.
Jegliches Wissen, das in Worte gefasst und kommuniziert wird, ist nicht das Endgültige.
Es bleibt ein Spiel mit Begriffen und ihren Bedeutungen.
Wer aber geht zurück an die Quelle – an den Ursprung, von dem jede Benennung ihren Ausgang nimmt? Dort gibt es keinen Weg hin, denn dort ist kein Raum für ein Gegenüber.
Das Absolute geht dem ersten Wort, dem ersten Ton, jedem Phänomen voraus.
Nicht zeitlich, nicht räumlich - absolut. Vor ihm war nichts, nach ihm kommt nichts.
Egal wie viel darüber gesagt wird: Das, was ist, bleibt davon unberührt.
Nichts darüber zu sagen ist bereits zu viel – und jedes Wort zu wenig.
Aus dem „absoluten Nichts“ erwacht das Bewusstsein, und im Licht dieses Bewusstseins entfaltet sich die Welt.
Doch selbst der Begriff des "Nichts" greift ins Leere – denn er ist nur ein Name für das, worauf kein Wort zeigen kann.
Das, was ist, und was wir selbst im Tiefsten sind, kann von Begriffen nicht berührt werden – es entzieht sich jeder Sprache, weil es vor ihr gründet.
Auch das Bewusstsein, aufgrund dessen alles andere ist, ist selbst lediglich das Licht, respektive eine Reflexion dessen, was IST – das Absolute.
MiKUP101