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06. Schule des Lebens

Autorenbild: MikUP101
MikUP101
31. Mai 2019
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 7 Tagen

Immer wieder begegnet man der Vorstellung, das Leben sei eine Schule.

Dies impliziert, dass eine eigenständige Person existiert, die einen Weg beschreitet, Lektionen lernt oder zu einem Ziel reift.


Doch die Form, die zu lernen scheint, ist selbst nur eine Erscheinung.


Das, worin alle Erscheinungen erscheinen, lässt sich nicht als Bild oder Objekt erfassen.

Es ist der raumlose Ursprung aller Vorstellungen, Gedanken und Formen – jenseits jeder Vorstellung und dem Denken entzogen.


In dem Moment, in dem der Gedanke auftaucht, eine bestimmte Vorstellung von sich selbst zu sein, verengt sich die Wahrnehmung auf dieses gedankliche Bild.

Das unbegrenzte Bewusstsein erscheint als begrenzte Form von sich selbst – und erfährt diese Erscheinung als sich selbst.


Es gibt keine Lektionen zu absolvieren und niemanden, der erwählt wurde, um ein Ziel zu erreichen - außer diese Absicht erscheint selbst als eine weitere Variation im Spiel der Formen.

In dieser Sichtweise erscheint das Leben nicht als Schule mit einem Lehrplan, sondern als das grundlose Erscheinen von Bewusstsein, das in unzähligen Formen von sich selbst erscheint – und in jedem Augenblick vollkommen ist.


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