Essay Nr. 07 ~ Wo Grund und Frage sich berühren
- MikUP101

- 4. Juni 2019
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Existenzphilosophie
Denken vom einzelnen, gelebten Dasein her: Entscheidung, Entwurf, Endlichkeit. Etymologie: lat. ex‑sistere – „hervortreten, sich zeigen“.
Phänomenologie
Lehre vom Erscheinenden: das Beschreiben dessen, was sich zeigt, in seiner eigenen Weise.
Etymologie: griech. phainómenon – „das Erscheinende“ + lógos – „Lehre“.
Transzendenz
Das Überschreiten des Gegebenen hin auf ein Mehr, das über das Erscheinende hinausreicht.
Etymologie: lat. transcendere – „hinübersteigen, überschreiten“.
Metaphysik
Frage nach dem Grund des Wirklichen – nach dem, was trägt, bevor etwas erscheint. Etymologie: griech. meta – „über, nach“ + phýsis – „Natur“.
Fundamentalphilosophie
Das Gerüst meiner Arbeit: die Bewegung vom gelebten Dasein über das Erscheinende und das Überschreiten hin zum Grund.
Etymologie: lat. fundamentum – „Grund, Basis“ + philosophia.
Schlussstück: Mein Ruf
Die Auseinandersetzung mit Existenz, Phänomen, Transzendenz und Metaphysik ist für mich kein theoretisches Spiel, sondern ein Weg des Fragens. Ein Weg, der beim gelebten Dasein beginnt, beim Erscheinen verweilt, das Darüber‑Hinaus‑Gehen tastend vollzieht und im Grund eine stille Tragkraft sucht.
In dieser Bewegung entsteht ein Raum, in dem Denken und Handeln sich zeigen können – gegenwärtig im Leben und zugleich im Urgrund ruhend, der nichts ist und alles trägt.
Dieses Gefüge, diese Art des Sehens, Fragens und Freilegens, ist für mich Begegnung, Sog und Ruf: eine Fundamentalphilosophie, verstanden nicht als System, sondern als Gerüst, das trägt, während Fragen auftauchen – ebenso wie ein Ich, das sie stellt.
A - Ω
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