07. Vom Dasein zum Grund

Aktualisiert: vor 7 Tagen
Existenzphilosophie
"Denken" vom unmittelbar gelebten Dasein her: Ausrichtung, Erscheinung, Endlichkeit.
Etymologie: lat. ex‑sistere – „hervortreten, sich zeigen“.
Phänomenologie
Das schlichte Beschreiben dessen, was sich zeigt – in seiner eigenen, unverfälschten Weise.
Etymologie: griech. phainómenon – „das Erscheinende“ + lógos – „Kunde, Lehre“.
Transzendenz
Das spurenlose Überschreiten der konkreten Form hin auf das, was dem Erscheinenden vorausgeht.
Etymologie: lat. transcendere – „hinübersteigen, überschreiten“.
Metaphysik
Das Fragen nach dem Grund des Wirklichen – nach dem, was trägt, bevor eine Form erscheint.
Etymologie: griech. meta – „über, nach“ + phýsis – „Natur, Form“.
Fundamentalphilosophie
Das Gerüst dieser Betrachtung: Die Bewegung vom gelebten Dasein über das Erscheinende und das Überschreiten hin zum unmanifesten, grundlosen Grund.
Etymologie: lat. fundamentum – „Grund, Basis“ + philosophia.
Wo Grund und Frage sich berühren:
Die Auseinandersetzung mit Existenz, Phänomen, Transzendenz und Metaphysik ist kein theoretisches Gedankenspiel, sondern ein Weg des radikalen Fragens.
Ein Weg, der beim gelebten Dasein ansetzt, beim Erscheinen verweilt, das Überschreiten tastend vollzieht und im grundlosen Ursprung jede Form auflöst.
In dieser Bewegung entsteht kein Fundament, sondern der raumlose Abgrund, der selbst noch dem Denken vorausgeht.
Dieses Gefüge ist keine persönliche Lehre und kein geschlossenes System, sondern ein freiliegendes Gerüst: Ein Raum, der trägt, während Fragen auftauchen – und mit ihnen das flüchtige Konzept eines Ichs, das sie zu stellen scheint.
MiKUP101