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11. Letztendliches Verstehen

Autorenbild: MikUP101
MikUP101
10. Juni 2019
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Verstehen ist, wenn der scheinbar Verstehende

und das zu Verstehende

in dem, was Verstehen ist, ineinander verschmelzen – eins sind.


In diesem Verstehen verschwindet das duale Sein.

Wissen und Unwissenheit lösen sich auf.

Wissen ist nur da, solange Unwissenheit besteht – und umgekehrt.


Verstehen geschieht nicht, solange das Rätsel desjenigen ungelöst bleibt, der glaubt, verstanden zu haben.

Es ist die bloße Idee, selbst jemand zu sein – ein getrenntes Subjekt –, jemand, der etwas verstehen müsste.

Die Vorstellung einer unabhängigen, getrennt existierenden Entität ist eine Täuschung.


Der Glaube, irgendetwas tun zu können, um zu verstehen – jedes Einmischen wertender Logik, jede Erwartung und jedes Urteil – ist selbst lediglich Erscheinung.


Letztendliches Verstehen entzieht sich jeder zwischenmenschlichen Kommunikation, bleibt unmittelbar und ist daher nicht kommunizierbar.


Das, was Verstehen ist, muss nichts verstehen, um zu sein, was es ist, da es im reinen Sein niemanden mehr gibt, der etwas verstehen könnte, und kein Objekt, das verstanden werden müsste. Dieses namenlose Sein – ist das.


MiKUP101 



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