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12. Der kosmische Witz und die Witzfigur

Autorenbild: MikUP101
MikUP101
13. Juni 2019
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Tagen

Das, was als „mein Leben“ erscheint, offenbart sich als kosmischer Witz – mit allem, was dazugehört, ob es der Schein-Entität gefallen mag oder nicht.


Die Entität wird nicht gefragt. Sie hat nichts zu entscheiden. Der scheinbare Entscheider entscheidet nur scheinbar – in einem Film, der längst abgedreht ist – und trotzdem weiterläuft. Er ist die Witzfigur auf der Bühne des Lebens.


Im Hintergrund verweilt das namenlose Schmunzeln dessen, was ist – völlig unbeeindruckt von dem Trugbild da vorne auf der Leinwand.


Die Figur nimmt sich so wichtig, dass sie nicht über das lachen kann, was ihr widerfährt.

Und das Sein schmunzelt ganz besonders, wenn die Marionette glaubt, sie könne etwas tun, um heitere Gelassenheit, Erfüllung oder das Ende all ihrer Probleme zu erreichen.


Sollte das Sein Humor haben, würde es diesen Witz am liebsten hören.

Das wäre sein Lieblingswitz.


Die Marionette weiß nicht, dass sie im Leben niemals ankommen kann.

Sie ist lediglich eine Erscheinung unter Erscheinungen.

Und so stolpert sie weiter.


Ob der Witz des Lebens zum Lachen animiert oder unerträglich erscheint, zeigt sich in den Kulissen des Verstandes.

Der Intellekt erscheint als Glaube, Meinung und Überzeugung. Das ist das Gefängnis.

Und niemand hat sich seinen Verstand ausgesucht.


Auch das Erkennen dieses Gefängnisses liegt an niemandem.

Es geschieht oder es geschieht nicht.


Jedes Hinterfragen von Überzeugungen, jede Suche nach Fakten und jede Schein-Kausalität sind am Ende nur dies: Formen, die auf der Leinwand auftauchen.


Ob das Leben mit all seinem Geschehen als Test, als Erziehung, als Sinn oder als Witz erscheint – grundlos oder sinnvoll, zweckvoll oder nicht – auch diese Deutung ist nur ein weiteres Auftauchen auf der Leinwand.


MiKUP101 



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