13. Attribute des Absoluten

Aktualisiert: vor 6 Tagen
Eigenschaften wie Allmacht oder Allwissenheit werden gewöhnlich einer Vorstellung von Gott zugeschrieben. Doch ein beschreibbarer Gott ist lediglich ein Konzept im Bewusstsein.
Das was ist steht vor allen Eigenschaften und jenseits aller Begriffe.
Jede Bezeichnung dient lediglich als behelfsmäßiger Zeigefinger, um das Unberührbare im Gespräch zu "berühren".
Worte, die der Beschreibung der wahren Natur aller Existenz würdig sind, stehen nicht zur Verfügung, da eine Sprache, die der ultimativen Wirklichkeit gerecht würde, nicht existiert.
Das Absolute ist nicht mächtig im Sinne des Habens von Macht. Könnte es Macht über etwas ausüben, müsste ein Zweites existieren, das beherrscht werden könnte.
Wo jedoch keine Zweiheit ist, gibt es weder Herrscher noch Beherrschtes.
Die Illusion der Vielheit ist der Traum.
Im Traum erscheint alles konkret, doch nichts davon besitzt eigenständige Substanz.
Die Frage, ob das Absolute den Traum kontrolliert oder steuert, entspringt bereits der Traumlogik. Das Bedürfnis nach Kontrolle, Korrektur oder Steuerung existiert ausschließlich im relativen Erleben der Schein-Entität.
Wo alles, was erscheint, Ausdruck des Einen ist, existiert weder Notwendigkeit noch Möglichkeit zur Kontrolle.
Seine Absolutheit resultiert genau aus der Substanzlosigkeit allen Geschehens.
MiKUP101