20. Unvorstellbar

Aktualisiert: vor 3 Tagen
Sich „vorzustellen“ bedeutet, ein Bild zu erzeugen:
Gestatten, „das bin ich.“ Mein Name, meine Gestalt, meine Eigenschaften.
Doch jede Vorstellung ist nur eine Erscheinung.
Sie verweist auf das, worin sie auftaucht – den Ursprung aller Vorstellungen.
Ganz gleich, welche Vorstellung auftaucht:
Keine Vorstellung kann das sein, worin sie erscheint.
Das vorstellende Prinzip selbst kann nicht vorgestellt werden – außer als eine weitere Vorstellung.
Der Ursprung aller Vorstellungen bleibt unvorstellbar.
Was bin ich also? Unvorstellbar.
Vor dem ersten Gedanken, vor dem ersten Wort, vor allem, was ist: das, was keiner Vorstellung bedarf.
Es ist das, was bleibt, wenn alles Vorstellbare wegfällt.
Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt.
MiKUP101