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20. Unvorstellbar

Autorenbild: MikUP101
MikUP101
6. Juli 2019
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Tagen

Sich „vorzustellen“ bedeutet, ein Bild zu erzeugen:

Gestatten, „das bin ich.“ Mein Name, meine Gestalt, meine Eigenschaften.


Doch jede Vorstellung ist nur eine Erscheinung.

Sie verweist auf das, worin sie auftaucht – den Ursprung aller Vorstellungen.


Ganz gleich, welche Vorstellung auftaucht:

Keine Vorstellung kann das sein, worin sie erscheint.

Das vorstellende Prinzip selbst kann nicht vorgestellt werden – außer als eine weitere Vorstellung.


Der Ursprung aller Vorstellungen bleibt unvorstellbar.

Was bin ich also? Unvorstellbar.


Vor dem ersten Gedanken, vor dem ersten Wort, vor allem, was ist: das, was keiner Vorstellung bedarf.


Es ist das, was bleibt, wenn alles Vorstellbare wegfällt.

Was bleibt, wenn nichts mehr bleibt.


MiKUP101




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