03. Alles & Nichts - Ein Konzept

Aktualisiert: vor 7 Tagen
Alles Geschriebene, alles Gesagte ist konzeptuell.
Selbst die Aussage, dass alles ein Konzept sei, ist bereits ein Konzept.
Die gesamte Manifestation erscheint ausschließlich im Konzeptionellen – als Vorstellung.
Jedes Bild, jede Idee von oder über „Ich“, „Selbst“ und „Welt“ ist nicht Wirklichkeit.
Wann begann dieses Dasein? Das lässt sich nicht durch Autoritäten oder Hörensagen klären, sondern nur aus erster Hand, in direkter Evidenz.
Was schaut, was hört, was empfindet – ohne Namen, ohne Geschichte –, entzieht sich jeder Definition. Das, was als Person geglaubt wird, ist lediglich eine Erscheinung darin.
Ist da ein Geborenwerden in der Vergangenheit – oder ist die Idee einer Vergangenheit ein Gedanke, der jetzt auftaucht?
Kann ein gegenwärtiger Gedanke jemals in einer vergangenen Zeit entstanden sein?
Das sind Vorstellungen, Konzepte, an denen der Verstand festhält.
Gedankliche Konstrukte.
Es zeigt sich ein Unterschied zwischen der konzeptionellen Existenz und dem Sein an sich, das allen Konzepten vorausgeht.
Das bloße Wissen „Ich bin“ – das reine Gewahrsein von Präsenz – ist die primäre Fiktion, der alle weiteren Konzepte folgen.
"Ich bin" ist kein ewiger Zustand, sondern das Tor, durch das die Zeit betreten wird.
Wenn diese primäre Erscheinung wieder in den ursprünglichen Zustand absinkt und die Fiktion einer eigenen Wesenheit erlischt – wer oder was bliebe dann noch übrig, um irgendetwas zu wissen, zu verstehen oder zu suchen?
Konzept bedeutet hier: Gedanke, Idee, Entwurf, Konstrukt, Vorstellung, Erscheinung, Wahrnehmung, Annahme, Fiktion, Hoffnung, Streben.
MiKUP101